Unser Visionsprozess

Ein Impuls zur Förderung des Gebets
in unserem Land

Vom Event zum Prozess

Wir danken Gott für die durch die bisherigen Jesus-Tage entstandenen Gebetsimpulse und vermehrte Vernetzung des Gebets für unser Land.
Der Jesus-Tag hatte als jeweils einmaliger Event seinen Platz in den Jahren 2000 und 2004.
Im Anschluss daran sehen wir einen Prozess des Wachstums im Gebet an vielen Orten, den wir weiter fördern möchten. Die seit 2004 jährlich laufende Aktion „40 Tage beten und fasten für unser Land“ hat dazu wesentlich beigetragen. Sie wird vom Runden Tisch Gebet der Koalition für Evangelisation in Deutschland vorbereitet. Gebet kann man nicht verordnen, wir können aber Anstöße geben, einladen, aufrufen und auf den Segen Gottes für sich selbst und für unser Land hinweisen. Das wollen wir tun und alle ermuntern mit zu machen.

Einheit

Gott hat in der Entstehungsgeschichte des Jesus-Tages durch seinen Heiligen Geist eine Einheit in Jesus Christus aus verschiedenen Konfessionen und Gruppierungen geschenkt, die vorher öffentlich und in diesem Rahmen nicht denkbar war. Das ist sein Wirken und wir preisen ihn als den einen wahren und lebendigen Gott.
Wenn auch jeder Christ und jede Gruppierung oder die Konfessionen verschiedene Gebetstraditionen haben und in einzelnen theologischen Erkenntnissen nicht in allem übereinstimmen, hat doch Jesus Christus in den zentralen Fragen bereits die Einheit gestiftet, wenn wir uns als einzelne Glaubende im Glaubensbekenntnis zu Gott dem Vater bekennen, gemeinsam zu Jesus Christus als dem auferstandenen Herrn beten und uns durch die Kraft des Heiligen Geistes im Gebet des Herrn vereinen. Diese Einheit wirkt sich auch im gemeinsamen öffentlichen Bekenntnis zu Jesus Christus, zum Lob Gottes auf den Straßen und zum geistgewirkten Handeln aus.
Der Stil des Gebets kann sehr vielfältig sein. Verschiedene Formen trennen uns nicht und die Liebe zum Bruder und zur Schwester in Jesus Christus lassen die Gebetsäußerung des anderen jeweils zu und verstehen sie als Ergänzung.

Gebet

Gebet als die natürlichste Lebensäußerung der lebendigen Beziehung zu Gott ist der Raum zur persönlichen Begegnung mit Jesus Christus und durch den Heiligen Geist eine Quelle der Kraft für unser Leben. Im Vertrauen auf die Verheißungen unseres Herrn dürfen wir durch Gebet Veränderungen in unserem eigenen Leben, in unserem nächsten Umfeld, in unserem Land und weltweit erwarten.
Wie Jesus es lehrte und vorlebte, hat das Gebet in der Stille, in der Gemeinde, gemeinsam mit anderen Glaubenden und auch in der Öffentlichkeit seinen Platz.
Wir glauben, dass Gebet verändert. Bauend auf die Verheißungen Jesu zum Gebet möchten wir alle einladen, vermehrt mit zu beten. Dabei geht es nicht um mehr Aktionen und Projekte, sondern allein darum, schlicht und einfach zu tun, was Jesus uns geboten und gelehrt hat.

Verantwortung

In der Sendung Jesu hat er seine Gemeinde berufen, Salz und Licht in dieser Welt zu sein und uns damit Verantwortung übertragen. Er schickte seine Jünger los und gab ihnen Vollmacht durch seinen Heiligen Geist. So erkennen wir, dass Jesus uns als seine Gemeinde beauftragt und befähigt hat, in dieser Welt ein Segen zu sein. Vor den Aktionen kommt das Gebet, weil nicht wir etwas Bleibendes schaffen können, sondern sein Heiliger Geist. Darum ist das Gebet unsere erste Aufgabe, dies wollen wir tun und andere dazu einladen. Aus dem Hören im Gebet und auf Gottes Wort wollen wir dann zur vorbereiteten Zeit zur Aktion kommen und Verantwortung wahrnehmen.

Umsetzung

  • Gebetswochen für alle
    In der ersten vollen Woche eines Jahres treffen sich viele Christen zur „Allianz-Gebetswoche“. An manchen Orten ist auch die „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ eine gute Tradition. Das ist ein großartiges Geschenk für alle Christen, die das Gebet auf dem Herzen haben. Ohne neue Veranstaltungen ins Leben rufen zu müssen, können vorhandene Strukturen genutzt und mit neuer Gebetsleidenschaft gefüllt werden. Das kann dann gelingen, wenn sich die bestehenden Allianz-Kreise öffnen, Berührungsängste abgebaut werden und das gemeinsame Gebet aller Christen vor Ort gesucht wird. Andere Gebetsbewegungen, junge Menschen und junge Christen bereichern mit neuen Ideen das gemeinsame Gebet. In einer Atmosphäre der Gegenwart Gottes und der Liebe untereinander sind viele
    Gebetsformen möglich und jeder, ob jung oder alt, entdeckt die Bereicherung und freut sich über die Ergänzung durch den anderen.

  • Gebet in der Öffentlichkeit
    Von der Tradition her versammeln wir uns zum Gebet in Kirchen und Gemeindehäusern und haben oft nur die eigenen vier Wände im Blick. Jesus hat uns in diese Welt gestellt. Darum können wir herauskommen aus unseren Häusern und an Orten beten, die uns auch äußerlich den Blick für das öffnen, was in der Welt geschieht. Wir können lernen, mit offenen Augen zu beten, so wie Jesus es getan hat.

  • Gebet für die Gesellschaft
    Seit 2004 hat sich die jährliche Aktion „40 Tage beten und fasten für unser Land“ in der Passionszeit bewährt. Mittlerweile wird sie von 75 Organisationen aus der Ökumene getragen. Sie ist aus der Initiative des Jesus-Tages entstanden. Wenn auch manches zu beklagen ist über Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, können wir doch im Vertrauen zu Gott beten, dass er eingreift und verändert.

  • Gebet für Verantwortungsträger
    Menschen in verantwortlichen Positionen brauchen unser Gebet. Manche von ihnen sind dankbar, wenn Christen für sie zu Gott beten. Wir können zu ihnen an ihre Wirkungsstätten gehen oder sie einladen, zu uns zu kommen. Das Beste, was wir für sie tun können, ist für sie zu beten. Wenn sie dazu bereit sind, tun wir es doch in ihrer Gegenwart, egal ob im Rathaus, in einer Firmenzentrale, im Foyer oder vor dem Gebäude einer Behörde – oder laden sie als Verantwortungsträger in unsere kirchlichen Räume als unsere Gäste ein.

Konkrete Anlässe nutzen

  • Es stehen wichtige politische Entscheidungen an. 2009 finden viele Wahlen statt (Bundestags- und Bundespräsidentenwahl, Europawahl, mehrere Landtags- und Kommunalwahlen). Zu diesen Anlässen können sich Christen an den Vorabenden der Wahlen (oder auch zu anderen Zeitpunkten) an dem jeweiligen Sitz der Parlamente zum Gebet treffen und für das Land und die Wahlen beten. Wenn vorhandene Gebetsstrukturen und Informationskanäle genutzt werden, bedarf es nur minimalen Aufwand.

Auf dem Weg zu einem nationalen Gebetstag am 3. Oktober

  • Der 3. Oktober ist ein Datum, an dem wir uns besonders der Gnade Gottes für unser Land bewusst sind. Da der Buß- und Bettag in den meisten Bundesländern nicht mehr als Feiertag besteht, können die Christen unseres Landes vermehrt den 3. Oktober als „Nationalen Gebetstag“ begehen, indem sie bewusst für unser Land und die Entwicklung in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kirchen beten. Deswegen regen wir an, sich jeweils am 3. Oktober zum Gebet für unser Land zu treffen. Wie viele Beter zusammen kommen, ist letztlich nicht wesentlich, denn Gott wird segnen, wenn wir in Offenheit und Einheit und im Vertrauen zueinander und auf sein Wort zum Gebet zusammen kommen.

Schritte im Prozess

  • Für diesen Prozess möchten wir bundesweit möglichst viele Gremien, Gruppierungen, Initiativen, Werke, Vereinigungen, Verbände und Kirchen gewinnen und suchen darum das Gespräch. Nach Rücksprache mit ihnen und weiterer Konkretisierung sollen die vorhandenen Kanäle und Informationsmittel genutzt werden, um die Christen im Land einzuladen, die Kraft des Gebets stärker wahrzunehmen.

  • Wenn sich eine tragfähige Koalition gebildet hat, konkretisieren wir gemeinsam die Gedankenanstöße:
    • In Zusammenarbeit mit der Deutschen Evangelischen Allianz etwa wollen wir die Öffnung der Allianz-
      Gebetswoche auf örtlicher Ebene für einen erweiterten Blick auf unser Land fördern;
    • In Zusammenarbeit mit möglichst vielen Christen, Gemeinden, bestehenden Initiativen und
      Gebetsbewegungen, auch mit den christlichen Zeitschriften, wollen wir bei den Christen in Deutschland
      das Interesse für den 3. Oktober als Gebetstag für unser Land wecken.

  • Unsere Vision ist ein schritt weises, stabiles Wachstum hin zu dem Ziel, dass die Christen in unserem Land in Einheit und Leidenschaft die Verantwortung zum Gebet für Gottes Welt erkennen und wahrnehmen.



    Berlin, 11.12.2007

    Harald Peil, Lorenz Reithmeier, Bernd Oettinghaus,
    Hannelore Illgen, Axel Nehlsen, Fritz Ludwig Otterbach, Duane Conrad,
    Astrid Eichler, Bernd Becker
Vorstand JESUS-TAG e.V.
Hannelore Illgen (Vorsitzende)
Bernd Oettinghaus
Silvia Jöhring-Langert
Geschäftsführerin
Silvia Jöhring-Langert
Geschäftsstelle
Nepomukstraße 71a
59556 Lippstadt
Bankverbindung
Jesus-Tag e.V.
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